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Vergeben – warum? 28. November 2009

Posted by Hermes in Alle Beiträge, ChristSein, Ethik/Moral, Philosophie.
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In diesem Blog habe ich angesprochen, dass wir Fehler machen dürfen. Nun möchte ich euch meine Ansicht weitergeben, warum man anderen vergeben soll.

Ich denke, dass wenn man anderen nicht vergeben kann, kann man kein „Kapitel“ vom Leben abschliessen, dass nicht gut gelaufen ist. Man kann nicht einfach sagen: „Ja, ich habe Scheisse gebaut – aber mir wurde vergeben.“ Das jemand etwas einem vergibt, können wir nicht beeinflussen, aber es ist ein Zeichen dafür, das diese Geschichte abgeschlossen ist. Nach aussen hin zeigt es auch, dass man es wirklich bereut, denn sonst könnte man es einfach stillschweigend „unter den Tisch fallen lassen“.

Es gibt Psychologen, die bestätigen, das Vergeben eine sehr gute Methode ist, um schlimme Erlebnisse zu verarbeiten. Denn wenn man vergeben will, setzt man sich mit dem Geschehenen auseinander, versucht es auch aus anderen Blickwinkeln zu sehen. Wenn wir auch offen mit eigenen Fehlern umgehen können, kann niemand etwas wissen, was andere nicht weitersagen sollten.

Denn aus eigener Erfahrung weiss ich, dass er (so weit ich mich erinnern kann) immer rauskommt. Falls es dann doch auf der Erde nicht herauskommt, kommt es sicher bei Gott hervor, denn Gott, der uns schuf, sieht ins innerste von uns hinein.

Sprüche 28,13

Wer seine Verbrechen zudeckt, wird keinen Erfolg haben; wer sie aber bekennt und lässt, wird Erbarmen finden.

Auf Gottes Gnade sind wir am Ende des Lebens sowieso angewiesen, warum sollten wir etwas, was wir brauchen nicht auch an andere weitergeben? Denn wenn wir es schaffen, unseren Mitmenschen zu vergeben, wissen wir beide, dass es abgeschlossen ist und das ist es. Dann kann niemand mehr sagen: „Du hast da auch einmal…“ Denn wenn man Vergebung erhalten hat, ist ein Schlussstrich gezogen. Ich weiss nicht wie ihr es seht, aber ich bin extrem froh, dass es diese Möglichkeit gibt.

Kolosser 3,13

Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn einer Klage gegen den anderen hat; wie auch der Herr euch vergeben hat, so auch ihr!

Wenn man aber nicht jemandem vergeben kann, hat dies meistens damit zu tun, dass man diese Person nicht ehrt (zum Beispiel die Eltern) man sich für besser hält es für gerechtfertigt hält (Auge um Auge, Zahn zum Zahn wie zu den Zeiten des alten Testaments).

Feler machen erlaupt 27. November 2009

Posted by Hermes in Alle Beiträge, Allgemeines, ChristSein, Persönlich.
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Ich weiss nicht wie es euch geht, aber ich versuche keine Fehler zu machen. Warum eigentlich? Ist ja klar – da meistens etwas zu Bruch geht oder es sonst irgendwie für jemand/etwas nicht gut ist. Aber Fakt ist, auch wenn ich nichts kann, Fehler machen geht. Es ist ganz leicht, eine kleine Unachtsamkeit oder eine falsche Überlegung und schon ist es passiert.

Wenn nun ein Fehler geschehen ist, kommt etwas sehr wichtiges. Wie will man reagieren und wie reagiert man? Will man den Fehler vertuschen, dazu stehen oder einfach sich entschuldigen? Bei Gott können wir Fehler machen und sie anschliessend auch bereuen. Wir können durch seine Gnade um Verzeihung bitten. Wenn uns gegenüber anderen Menschen eine unüberlegte Bemerkung „raus gerutscht“ ist, oder man den Mitmensch sogar bewusst verletzt hat, kann man ihn auch ihn um Vergebung bitten. Wir Christen sollen einander vergeben können, aber auch Nichtchristen.

Dies fällt mir zum Beispiel bei diesem Vorfall recht schwer:

Am Mittwoch bekam ich von meinem Chef den Auftrag, bei zwei Antriebsmotoren die Anschlusskabel an zu montieren. Wir hatte ein Vorzeigemodell eine Etage weiter unten und ich musste unter Aufsicht mir alles wichtige notieren. Ich bei den drei Anschlüssen der Steckdose im Motor, hatte es kleine, sehr dünne Drähte, als ich fragte, ob ich die auch beachten soll, bekam ich ein „Nein“ als Antwort. Da ich unter Zeitdruck stand, habe ich mir nicht überflüssige Arbeit aufladen wollen und notierte nichts dazu. Am nächsten Tag mussten zwei Kollegen (2. Lehrjahr) und ich (1. Lehrjahr) für einen externen Auftrag drei Gerätesteuerungen nach Modell machen. Der grösste Teil der Arbeit war das bohren des Gehäuses und die mechanischen Befestigungen. Danach mussten wir nur die Sicherung, den Kondensator und den Schalter verkabeln… Dann kam der oberste Chef und nahm das erste Gerät mit. Uns wurde kurz darauf mitgeteilt, dass alles geht. Als die anderen zwei Geräte endlich fertig waren, testeten wir sie. Beim einschalten beider Motoren knallte es kurz. Sicherungshalter aufschreiben und die Sicherung raus nehmen. Welche Sicherung? Alles Glas wurde zu braunem Pulver und die Metallenden waren noch vorhanden… Deckel abschrauben, Sicherungshalter entlöten, neuer rein, anlöten. Dann Verkabelung überprüfen, alles in Ordnung, jeder von uns hat jedes Gerät überprüft, also wurde jedes Gerät (zum zweiten Mal) dreimal überprüft. Dann kam unser Chef und wollte den Motor noch kurz vergleichen, mit dem, der ging. Was stellten wir fest? Die kleinen Kabeln verbanden alle Leiter! Das wäre so, als ob man mit einem Draht in die Steckdose gehen würde…) Der Chef sagte dann nur: „Herr [Hermes], ich hatte es Ihnen gesagt.“ Als ich ihn dann darauf aufmerksam machte, dass ich ihn gestern gefragt hatte, ob dies relevant sei und er „Nein“ antwortete.Später gab er mir dann trotzdem die Schuld. Meine Teamkollegen, die ihn ein Jahr länger kennen und wussten, was am Vortag lief sagten nur, dass ich mich daran gewöhnen soll.

Dies alles wäre nicht so schlimm, hätte ich nicht eine Stunde länger an der Arbeit bleiben müssen. Denn genau an diesem Tag wäre es wichtig gewesen, früh zu Hause an zu kommen, da ich einem Arzt zu Bürozeiten anrufen gemusst hätte. Ich selbst habe extrem Mühe damit, gerade bei ihm, meinem (in diesem Erlebnis zumindest) rechthaberischem Chef zu vergeben. Denn er ist sehr selten für etwas selbst Schuld…

Aber ich soll auch ihm vergeben, denn dies führt sonst nur zu Hass… Aber zu diesem Thema komm ein anderer Blog ;)

Wie die Welt wirklich entstand 26. November 2009

Posted by Hermes in Alle Beiträge, Allgemeines, ChristSein, Ethik/Moral, Haltung von Kirchen, Persönlich, Philosophie, Wissenschaft/Forschung.
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An meinem Arbeitpslatz arbeite ich unter anderem mit einem 7. Tags-Adventisten zusammen. Für ihn ist die Meinung um die Erdentstehung sehr zentral, für mich eher nicht. Wonie ich mir selbst eingestehe, dass Gott die Welt erschuf, dass dann automatisch für ihn alles möglich.

Wir zwei sind die einzigen bekennenden Christen am Arbeitsplatz von total 7 Lehrlingen. Als dann eines Mittags der 7. Tags-Adventist einen Kollegen darauf ansprach, wurde dieser recht aggressiv. Schliesslich ist die Welt durch den Urknall entstanden und wir Menschen sind nur ein Produkt von vielen Zufällen…

Ich selbst weiss nicht was ich glauben kann/soll irgendwie kann ich mir beides nicht vorstellen. Gegen die wissenschaftliche Ansicht spricht, dass wenn man das Alter des Gesteins mit der C-14-Isotop-Probe nachweisen kann komme ich ja auf den Gedanken, das Caesium mit einer Halbwertszeit von ein wenig mehr als 30 Jahren, von 2 Milliarden Jahren in grossen Mengen vorhanden gewesen sein muss. Dieses würde sicher teilweise gestrahlt haben, dann müssten die armen Urviecher ja wirklich eine volle Dosis abgekriegt haben. Was mich auch verwirrt ist das Miller-Urey-Experiment, das beweisst, das organische Verbindungen „per Zufall“ entstehen können, jedoch aber auch hoch giftige Verbindungen entstehen. Das Experiment selbst wird kritisiert, dass man es mit Katalysatoren hätte versuchen sollen, aber von wo kommen dann plötzlich die Katalysatoren?

Als ich dann der „wissenschaftliche “ Kollege fragte, es ist doch ganz klar, es ist bewiesen – es ist Fakt dass es Evolution gibt und gab. Dies wisse man seit Darwin… Jedoch sehe ich nur als Fakt und als bewiesen, dass wir hier vor dem Computer/Laptop hocken und einen Artikel lesen (oder ich gerade schreibe ;) ). Denn das Wort Evolution hat Darwin in seinem Bericht von 1859 gar nicht erwähnt, vermutlich kam das Wort erst viel später mit der Genforschung.

Naja, Fakt ist auch, das ich noch viel machen müsste, aber demotiviert bin und dass ich schon einmal Gott als „zu klein“ einstufte :( Ich denke aber, dass wir Gott für die jetzige Welt danken solle, egal ob er sie selbst nur erschaffen hat, dirigierte, oder zuschaute. Denn wir Christen sollten uns nicht durch solche Sachen zerstreiten.

Auch ich habe Stress 24. November 2009

Posted by Hermes in Alle Beiträge, ChristSein, Persönlich.
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In letzter Zeit habe ich wieder vermehrt Stress. Nicht einmal wegen meinem Umfeld, aber momentan komme ich in der Schule nicht nach und wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, kann ich mich auch nicht besser als in der Schule konzentrieren. Dabei habe ich eigentlich nur Donnerstag und Freitag Schule, und trotzdem gelingt es mir nicht.

So habe ich den heutigen Abend damit verbracht die Fragestellung:

Sinus, Kosinus, Tangens – Fragezeichen

zu lösen.

 

Mit Erfolg, aber ich muss auf den Freitag „nur noch“

  • weitere Mathematikaufgaben lösen
  • Französischwörter lernen
  • Physik-Test vorbereiten
  • Elektrotechnik-Rechenaufgaben lösen

 

Nächste Woche sieht es nicht besser aus:

  • Englisch-Test (Wörter/Grammatik)
  • Chemie-Test (Reaktionsgleichungen/Atomaufbau, was sind Zwischenschalen???)
  • Rechtskunde-Test (Personen- und Vereinsrecht)
  • Hard- und Software Hausaufgabe (irgend ein Schema zeichnen…)
  • Hausaufgaben die ich diese Woche bekommen werde…

Momentan weiss ich nicht, ob ich die Berufsmatur -a/-schule BM(S) schmeissen soll. Notenmässig bin locker dabei mit ~4,6 bei den BM-Fächern, aber ich muss sehr viel Zeit dafür aufwenden. Dabei würde ich die Zeit gerne für andere Sachen gebrauchen können…

Ich hoffe, dass es sich langsam bessert, sont hab ich keine Ahnung was ich machen soll. Schliesslich will ich kein Burnout, allerdings möchte ich eigetnlich schon die BM  neben der Lehre machen.

Hat jemand Rat oder betet für mich?

 

Gruss

ein gestresster Hermes 8)

„Mein“ Gebet? – Nein, „Gottes“ Gebet! 23. November 2009

Posted by Hermes in Alle Beiträge, ChristSein, Haltung von Kirchen, Persönlich.
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Durch diesen Blogbeitrag, wurde ich mir klar, dass ich mir nicht bewusst bin, was ich genau für eine Geistesgabe habe. Also fing ich über das Geschehene nochmals nachzudenken. Dabei merkte ich, dass beten meine Gabe ist…

Deshalb möchte ich euch mein „Schlüsselerlebnis“, bei dem ich es zum ersten Mal begriff, mitteilen:

 

Diesen Herbst war in einem christlichen Lager, dass von einem eher konservativen Kirchenbund, der schweizweit aktiv ist, angemeldet. Mit dieser Kirchenrichtung hatte ich seit der Scheidung meiner Eltern nicht viel zu tun, konnte aber als Tontechniker verbilligt mit, weshalb ich als Lehrling auch ging…
In diesem Herbstlager habe ich an einem Workshop am Nachmittag teilgenommen, bei dem es darum ging, für andere zu beten. Es war eher ein kleiner Workshop, also nur vier Personen (mit mir, ohne Leiter). Als wir uns kurz vorgestellt haben (nur Name, und warum wir in diesem Workshop sind), stellte sich heraus, dass alle wissen wollten, wo sie sich in ihrer Gemeinde hinein geben sollten. Also beteten wir, je einzeln, für die anderen.

Als wir wieder zusammen kamen, um uns auszutauschen, gab der erste einfach ein paar Bibelverse weiter, die „zufälligerweise“ auf alle zutrafen. Als zweiter kam ich an die Reihe. Ich konnte bei zwei anderen sehr genau sagen, wo sie sich, nach meinem Gebet,  einsetzten sollten. Doch bei der zweiten Person bekam ich plötzlich heftiger Bammel, währendem ich erzählte, was ich im Gebet für Eindrücke für sie hatte: „Ach du Scheisse, ich bin von einer Pfingtsgemeinde (recht charismatisch) in diesem Lager, von einer Kirche, die gar nicht charismatisch ist. Was ist, wenn ich jetzt gerade einen völligen Brei, der überhaupt nicht stimmt, von mir gebe? Soll ich aufhören? Hoffentlich sehe ich diese Leute, nach dem Lager nie mehr…. und so weiter und so fort…

Währendem ich das eine sagte, das andere dachte, bemerkte ich, dass die, an die die Botschaft gerichtet war, anfing zu „smilen“, dann kam ein Grinsen und dann fing sie einfach an zu Lachen. Irgendwann, als ich verwirrt aufhörte, sagte sie, ich solle weiter sprechen, es sei alles ok.

Nachdem ich fertig war, sagte sie mir, dass alles genau zutraf, von ihren Hobbys über die Lebenseinstellung, zu dem was sie mag und machen will, beziehungsweise, zwischen welchen zwei Diensten sie in der Kirche sich noch nicht entscheiden konnte.

Als sie mit dies antwortete, war ich nur froh, dass ich mich nicht gerade voll blamiert habe. Konnte es aber immer noch nicht ganz fassen. Doch als sie später am Abend nochmals zu mir kam und sagte, dass es wirklich zutrifft, konnte ich erkennen, das ich wirklich fähig war, auf Gott zu hören und dies weiter zu geben.

Weshalb ich an dieses Erlebniss vor ein paar Tagen nicht dachte, weiss ich selbst nicht…

Noch eine kurze Anmerkung zu Prophetie und Geistesgaben:
Bei Prophetie und Geistesgaben geht es vor allem darum, durch die eigene Beziehung mit Gott, anderen zu helfen. Jedoch sollte der, der von der Prophetie profitiert, es selbst überprüfen, denn es gibt leider immer falsche Christen, die versuchen Gemeindemitglieder oder Gemeinden gegeneinander auszuspielen. Eigentlich wird immer ein Eindruck noch durch andere, unabhängig voneinander, bestätigt. Leider wurde gerade bei Geistesgaben viel Unfug getrieben, weshalb charismatisch unter den Freikirchler oft mit einem negativen Beiton erwähnt wird. Aber wenn man die Eindrücke überprüft, kann nichts Falsches geschehen.

Wieso gibt es Leid? 21. November 2009

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Ich hab keine Ahnung, warum, aber in letzter Zeit beschäftige ich mich immer wieder mit Grundsätze des christlichen Glaubens. Ich frage mich auch, wieso z.B. die Mutter eines Kollegen an Lungenkrebs, ausgelöst durch Asbest sterben so sterben muss. Ich sehe sie selten, aber wenn ich sie sehe, sehe ich, wie sie durch die Chemotherapie geschwächt ist.

Ich habe schon oft persönlich erlebt, dass Gott durch Leid viele Leute erreichen konnte. In einem Sommer starb der Bruder eines anderen Kollegen, beim Schwimmen. Er bekam beim Schwimmen einfach einen Krampf. Aber was nach seinem Tot die Familie bewegte, war krass. Denn dieser Bruder, der erst 18 war, wurde ungefähr zwei Wochen vorher getauft, und zwei Wochen, nach dem er sein Zeichen für Jesus gegeben hat, starb er. Seine Familie, kam danach eine Zeit lang auch nicht um die Fragen: „Warum er? Warum gerade jetzt?“ herum, aber dadurch wurde langfristig ihr Glaube massiv gestärkt, so dass der Vater auch wieder Gott suchte.

Aber auch International kommt viele aus Not und Leid hervor. So wurden durch ein Erdbeben am 26. Dezember 2003 um 5:26 Lokalzeit nach offiziellen Angaben 30`000, nach Angaben aus der Bevölkerung jedoch 60`000 Menschen getötet. Das Problem lag an der Bauweise, man hat Mauern aus Backsteinen gebaut, und als Boden für den nächsthöher gelegenen Stock eine Betonplatte verwendet. Beim Erdbeben, das nur zehn bis fünfzehn Sekunden gedauert hat, brachen ein sehr grosser Teil dieser Häuser zusammen…
Nun leben nur noch 100`000 Menschen da. Durch das Erdbeben, wurden aber internationale Rettungsmannschaften in den Iran eingelassen, die in den ersten zwei Tagen 25`000 Tote bergen Konten.

Aber durch dieses Erdbeben, ergab sich die Möglichkeit, christliche Missionare nach Bam zu schicken. Dies wurde auch gemacht. Seit Anfangs 2004 habe sich da nun zahlreiche Untergrundkirchen gebildet und die bestehenden Kirchen haben ein starkes Wachstum erlebt. Das einzige Problem was die Christen im Iran haben, ist, dass da keine Religionsfreiheit herrscht. Dies bedeutet, dass man verfolgt wird, wenn bekannt wird, dass man zum Christentum konvertiert ist.

Als ich vor ein paar Wochen einem Missionsleiter, der unter anderem für Bam zuständig ist, zuhören durfte, wie die Christen im Iran mit der Entscheidung für das Christentum (und dafür sehr oft die Familie verlassen müssen) umgehen, war ich erstaunt. Denn dies ist keineswegs mit dem ChristSein in der Schweiz, Deutschland oder Österreich vergleichbar…

Was mich immer wieder bewegt, ist, wie wir nicht einfach wie Kinder in Gott vertrauen können. Kinder vertrauen einfach auf ihren „grossen, starken Vater“, der sie sicher beschützt. Durch diese Erlebnisse kann ich auch folgenden Vers verstehen:

 

Jesaja 55.8

Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR.

Meine Beziehung zu Gott… 20. November 2009

Posted by Hermes in Alle Beiträge, ChristSein, Persönlich.
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Meine Beziehung zu Gott…

Vorgestern habe ich geschrieben, wie ich mir einen gute Beziehung zu Gott veorstelle. Mir war klar, dass ich auch einmal noch schreiben will, wie sie wirklich ist, nur wusste ich nicht, wie ich mich ausdrücken soll…

Vorhin auf dem Nach-Hause-Weg habe ich folgendes erlebt:
Ein kleiner Junge, der zwischen sieben und neun Jahre alt ist, fragte and er Bushaltestelle seine Mutter, ob es ok sei. Um was es genau ging, habe ich nicht mitbekommen, da ich von einem anderen Bus her kam. Die Mutter erwiderte, wie diese zwei den den ausssehen. Der Sohn (bin mir da ziemlich sicher, da ich sie fast immer sehe), antwortete: „Nein Mami, es ist nicht gefährlich, sie sind einfach zur Hälfte eingestürzt.“ Das Mami, dass jetzt schon nervös wurde, antwortete: „Eingestürzt? Da gehst du sicher nicht hin, schliesslich kann alles einstürzen. Du musst mir das mal zeigen.“ Der Sohn, der nun eine Ahnung bekam, dass er am Samstag nicht mit dem Kolleg dahin gehen darf, sagte: „Ich weiss ja nicht wo es ist. Es ist im Wald [dort und dort], ich weiss nicht genau wo, aber den Weg kenn[-e] ich.“ Diesmal erwiderte die Mutter: „Ich werde mal Sabine anrufen, mal „luege“ [schauen] ob sie es ihrem Sohn erlaubt“ sofort reagierte der Junge und schrie schon fast: „Nein, Sabine sagt sicher nein, sie ist immer so.“ „Naja, dann kannst du halt morgen nicht gehen“ kam als letzte Antwort.

Ich vermute mal, dass es um eine Höhle im Wald bei uns geht…

Aber was mich viel mehr zum schmunzeln brachte war, weil mich dieses Gespräch an meine Beziehung zu Gott erinnert. Auch ich weiss manchmal ganz genau, dass man dies und das nicht tun soll, mache es aber trotzdem. Danach stelle ich fest dass die „Spassbremse“, egal ob dies jetzt meine Mutter war oder Gott, doch recht hat.

Mein Lieblingsbuch der Bibel ist der Korintherbrief. Genau genommen der 1. Korinther Kapitel 6 und 7. Bei diesen zwei Kapiteln geht es (fast) nur um Ehe, Beziehung der Ehepartner untereinander, Scheidung und Ähnliches. Diese Themen interessieren mich einfach, da dies bei meiner Lebensgeschichte schon eine Rolle gehabt hat… Aber was ich gerade in diesem Buch speziell finde ist, dass Paulus schrieb:

1. Korinther 6.12 (Elberfelder)

Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles ist nützlich. Alles ist mir erlaubt, aber ich will mich von nichts beherrschen lassen.

Und genau das ist für mich der springende Punkt. Es geht darum, dass es Sachen gibt, die nirgends speziell als Sünde abgestempelt wurden (Selbstbefriedigung, PC-Sucht, Spielsucht, je nach Auslegung gehört auch übermässigen Alkoholmissbrauch und Drogenkonsum dazu sowie vieles mehr…..)

Viagra für die Frau 19. November 2009

Posted by Hermes in Alle Beiträge, Allgemeines, Ethik/Moral, Wissenschaft/Forschung.
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Ich weiss nicht, bis jetzt habe ich mich mit dem Thema noch nicht so stark befasst. Jedoch hat man vor 2 Tagen den Stoff Flibanserin entdeckt, der den Libido der Frau stärkt.

Eigentlich sollte ein Antidepressiva entwickelt werden. Bei der Studie kam jedoch heraus, dass das Medikament nicht die gewünschte Wirkung zeigt. Da aber auch die Anzahl befriedigender Sexualkontakte der Frauen erfasst wurde, stellte man fest, das die Testgruppe einen erheblichen Anstieg an befriedigenden Sexualkontakte hatte.  Nun änderte die Firma Boehringer ihre Vermarktungsstrategie auf „Viagra für die Frau“ ab.
Nun wurde in klinischen Studien an 5000 Frauen erfasst, ob die gewünschten Wirkungen bei der Frau auch auftreten. Dies ist der Fall, nun wird die Firma Boehringer auch Zulassung des Medikamentes beantragen.

Die Probleme liegen darin, dass das Medikament den Botenstoff Serotonin blockiert, der für die Stimmung, Appetit und den Schlafrhythmus zuständig ist. Dann reagiert der Körper mit dem Hormonausstoss von Dopamin, und dieser regt den Libido der Frau an.

Die Probleme liegen darin, dass es immer noch ein Psychopharmaka ist, egal ob es nun gegen Depressionen hilft, oder den Libido steigert. Gerade bei Psychopharmakas sind die Nebenwirkungen oft gravierend. Zudem wird einer Frau nicht geholfen, indem man(n?) ihr Flibanserin verabreicht. Denn sie heilt nicht psychische Probleme der Frau, die durch die Vergangenheit entstanden sein könnten. Auch wenn ein physisches Problem vorliegt, ist diese Pille auch nutzlos.

Zudem finde ich es heikel, wenn man Frauen, die nach der Meinung des Mannes zu wenig Lust empfinden, mit Medikamenten gefügig macht. Schliesslich sollte die Frau auch dann über ihren freien und ungetrübten Willen verfügen ;)

 

Was haltet ihr davon, Frauen Psychopharmakas zu verabreichen, nur damit sie mehr „Lust“ empfinden?

Wie kann ich ChristSein? 18. November 2009

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Ich weiss, dass ich Christ bin. Da ich Christ bin, Glaube ich daran, dass es einen Gott gibt, der Wunder tun kann, dass es ein ewiges Leben gibt und dass Jesus stellvertretend für meine Schulden gestorben ist… (So sind meine Ansichten, allerdings können diese auch falsch sein :) ) Meiner Ansicht nach, gibt es drei Stützpfeiler im Glauben:

-Beziehung zu Gott pflegen
-echt und recht Leben
-Mission/Evangelisation

 

Der erste Punkt ist sich eine Beziehung zu Gott pflegen. Sei es durch Bibel lesen, Gebete, Lobpreis, evtl. Geistesgaben ausleben oder in der Kirchgemeinde aktiv zu sein. Ich denke, dass am besten ein Mix, aus diesen verscheiden Arten eine Beziehung zu pflegen, ist. Denn so hat man von allem etwas und ist ausgewogen. Lobpreis, ist eigentlich ein gesungenes Gebet, dass ich mit anderen Christen zusammen beten/singen kann, jedoch singe ich manchmal nicht mit, wenn der Text nicht zu meiner Situation der Gefühle passt. Denn ich möchte nicht singen: „die Welt ist heile und alles ist wunderbar“ und dazu denken müssen: „nur bei mir nicht…“ Bei den Geistesgaben scheiden sich oftmals die Ansichten der Kirchen, in der dazu passenden Bibelstelle heisst es:

 

Römer 12 Kapitel 1-8

Den verschiedenen Gnadengaben entsprechender Gottesdienst Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, was euer vernünftiger Gottesdienst ist. Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben wurde, jedem, der unter euch ist, nicht höher von sich zu denken, als zu denken sich gebührt, sondern darauf bedacht zu sein, dass er besonnen sei, wie Gott einem jeden das Maß des Glaubens zugeteilt hat. Denn wie wir in einem Leib viele Glieder haben, aber die Glieder nicht alle dieselbe Tätigkeit haben, so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, einzeln aber Glieder voneinander. Da wir aber verschiedene Gnadengaben haben nach der uns gegebenen Gnade, so lasst sie uns gebrauchen: Es sei Weissagung, in der Entsprechung zum Glauben; es sei Dienst, im Dienen; es sei, der lehrt, in der Lehre; es sei, der ermahnt, in der Ermahnung; der abgibt, in Einfalt; der vorsteht, mit Fleiß; der Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit.

 

Natürlich soll niemand so tun als ob er eine Geistesgabe besitzen würde, ich selbst habe auch keine Geistesgabe, die ich bis jetzt für mich gefunden habe. Da ich keine Besitze, möchte ich auch nicht so tun als ob, denn genau das ist, dass, was die „charismatischen Freikirchen“ in Verruf brachte. Natürlich spielt Sünde in meinem Leben ein grosse Rolle. Jeden Tag ist sie ein Thema, denn ich bin nie frei von Sünde in all meinen Handlungen. (Das ist ein Ding der Unmöglichkeit, da wir nun einmal Menschen sind.) Aber trotzdem kann ich sagen: „Ich werde trotzdem von Gott angenommen, denn für meine Schuld ist Jesus gestorben.“ So gibt es auch folgenden Vers:

 

Micha 7.18-19

Wer ist ein Gott wie du, der Schuld vergibt und Vergehen verzeiht dem Rest seines Erbteils! Nicht für immer behält er seinen Zorn, denn er hat Gefallen an Gnade. Er wird sich wieder über uns erbarmen, wird unsere Schuld niedertreten. Und du wirst alle ihre Sünden in die Tiefen des Meeres werfen.

 

Das zugeben von Fehlern mach unser Leben einiges einfacher, nicht gerade im Moment, bei dem man die Fehler zugibt, aber längerfristig gesehen schon. Meine Mitstiften beklagen sich immer wieder darüber, dass sie nichts über mich wissen, dass ich nicht will das es andere wissen. Dies zeigt auf, wie „normal“ es ist, das man unter einander etwas verheimlicht… Neben dem zugeben von Sünde, spielt für mich die Stufe davor eine grosse Rolle. So versuche ich, Sünden zu verhindern, weise vielleicht gute Kollegen auf Sünden hin, sage was ich dazu denke und frage wie er es sieht. Wenn man dies einigermassen höflich schafft, kommen auch Feedbacks zu meinen Handlungen die ich nicht Hinterfrage. Es geht dabei ja nicht darum, wer mehr Sünden beim anderen entdeckt, sondern nur darum, einen Denkanstoss zu liefern.

Soweit, ist alles im grünen Bereich, aber wie kann meinen Glauben leben? Ich will nicht auf die Strasse rausrennen und jedem sagen: „Es gibt einen Gott, Jesus und den heiligen Geist. Werde Christ!“, denn dann würde ich glaub ziemlich doof angeschaut werden und die eine oder andere Agression einstecken müssen. Ich will denen von Gott erzählen, die etwas wissen wollen und interessiert sind. Denn sonst bringt es nichts. Also will ich die Botschaft des ewigen Lebens und von Gott weitererzählen, jedoch niemandem aufzwingen. Denn sobald ich jemandem meinen Glauben aufzwinge, zeige ich, dass ich meinen Glaube nicht ernst nehme…

Wo liegt das (Lebens-)Glück? 17. November 2009

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Ich befasse mich immer mit dem Thema, wo das Glück zu finden ist. Ich meine nicht das Glück, das man für einen Lottogewinn oder den Traumpartner zu finden braucht, sondern das Glück, dass uns Lebensfreude schenkt und unser Leben lebenswert macht. Denn von diesem Glück haben wir auch längerfristig etwas davon – beim Glück in der Beziehung ist ein Thema für sich, über dass ich vielleicht einmal später bloggen werde…

Das Glück, dass mein Leben lebenswert zum leben macht ist sicher zu einem Teil, dass ich weiss, dass das Leben nicht nur auf die (nach Lebenserwartung für männliche Personen in der Schweiz) 79,7 Jahre (Frauen: 84.4 Jahre) sind. Was aber sicher einen grossen Teil aus macht ist, die Einstellung zum Leben – der Glauben daran, dass es nach einer Woche voller schlechten Tagen, eine gute Woche kommt (oder später). Aber auch wie es gelingt sich in die Bevölkerung einzubinden. Im Alter von ungefähr 10-15 Jahren, hatte ich selbst Probleme damit. Die Nebeneffekte waren, dass ich selten Lust hatte mit Kollegen abzumachen oder etwas zu unternehmen. Als ich dies bemerkte, und verändern wollte, war dies ziemlich schwierig – da die andern mich zwar nett fanden, sich aber nicht vorstellen konnten, dass ich manchmal auch was zusammen machen will.Naja, was solls, ich zog dann im Alter von 17 Jahren zum Vater und hatte da nur Kollegen von der Gemeinde, zu der ich bei meinem Vater ging. Aber als ich dann bei meinem Vater wohnte, konnte ich schnell einen Anschluss finden. Ich selbst machte auch die Erfahrung, dass es sehr wertvoll für andere ist, wenn man auch einmal zuhören kann (was mir manchmal schwierig fiel) und ihnen so auch Halt im Leben geben kann.

Was mein Leben zu einem nicht allzu kleinen Teil lebenswert macht, sind nebst den Sozialkontakten, mein Glaube. Denn ich finde es wichtig, dass ich die Tatsache, dass es Gott gibt, weiter verbreiten kann. Ich selbst dachte sehr lange, die Bibel sei nur ein älteres Buc, dass nur Themen beinhaltet, die immer aktuell sein müssen, und daher auch nur über langweilige Themen geschrieben ist. „Zum Glück,“ kann ich heute sagen, „habe ich mich geirrt. Denn es geht über Themen die heute immer noch aktuell sind: sexuelle Begierde, Krieg, Streit, „familiäre“ Auseinandersetzungen, Mord, Geiz, Macht, wie man ein Gruppe Menschen (Volk) führt aber auch darum wie man die Beziehung zu Gott pflegen oder ein gottgefälliges Leben führen kann. Und bei diesem Thema möchte ich gleich anknüpfen. Ich selbst durfte feststellen, dass wenn ich versuche nach den 10 Geboten zu Leben, dass ich besser mit meinem Umfeld klar komme. Egal ob darum geht Beziehungen zu pflegen, Konflikte zu lösen oder beim Witze reissen nicht über die Stränge zu schlagen.

 

Ich denke also kurz zusammengefasst, dass es um folgende Punkte geht:

-Beziehung zu Gott pflegen/neu anfangen
-nach Gott suchen
-soziale Kontakte pflegen/neu anfangen
-anderen Menschen Halt bieten

 

Ich weiss nicht wo ihr eurer Glück seht, aber wenn ihr mir zustimmen könnt, oder Differenzen zu meinen Ansichten habt, teilt sie bitte mit ;)